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Infusion Longfills I

Unentgeltliche Vorstellung nikotinfreier Produkte


Eine noch sehr junge Liquidschmiede, bestehend aus einem 5-köpfiges Team mit Sitz in Goslar, macht seit kurzem mit seinen neuen Liquidkreationen von sich Reden. Das machte mich neugierig und so nahm ich Kontakt zu Infusion auf, um den Dingen auf den Grund zu gehen. In den Produktbeschreibungen der Firmen-Webseite werden insgesamt sechs neue, zum Teil eher exotisch anmutende Geschmacksvariationen detailliert-sinnlich und sehr appetitanregend vorgestellt. Infusion setzt hierbei auf Ihr Alleinstellungsmerkmal – die Liquidflaschen stehen auf dem Kopf – zumindest dann, wenn ich etwas über den Flascheninhalt erfahren will. Das ist mal etwas Neues und zugleich auch gewissermaßen ein Eyecatcher.
Geliefert werden 30 ml Shake & Vape Longfill Aroma in einer 120 ml PET Flasche. Es wird also nur mit Eurer Lieblingsbase und je nach Gusto mit Nic Shots aufgefüllt, gemischt und kann dann gedampft werden. Ich habe meine Testkandidaten wie immer einige Tage zum Reifen stehen gelassen – jetzt ist es Zeit sie zu testen …

JUMANA: Karibische Mangostücke aufgebrüht in weißem Tee, aus kristallklarem Bergquellwasser, rundet Jumana mit frischen Zitronenblüten ab.
Geruch: Der Flasche entströmt der Duft von Mangos und feine  Zitrusnoten. Der weiße Tee hält sich hier zurück.
Leckcheck: Deutliche fruchtig-herbe Noten der Mango, eine gut erkennbare Frische, etwas schwächer auch Zitrus-Aromen und eine angenehm leichte Süße.
Geschmack: Der Dampf bringt eine weiche, fruchtige und milde Mischung aus reifen, fruchtig-herben Mangos und weißem Tee.  Sein typisch lieblich-blumiger Geschmack und das Aroma der Zitronenblüten mit ihren feinen Säurespitzen setzen besonders schöne geschmacklich feine Akzente – sehr fein!
Die beim Leckcheck recht gut wahrnehmbare Frische mischt sich gekonnt zurückhaltend mit den anderen Aromen, sodass sich ein harmonisch-runder, fruchtiger und angenehm frischer Geschmack auf Gaumen und Zunge legt. Ideal für den nahenden Sommer!


VENOSA: Pulsierend fruchtiger Granatapfel fusioniert mit einem ausbalancierten Mix aus süßer Heidelbeere und saftiger Acaibeere zu einem aromatischen Wunder von Venosa.
Geruch: Es ist ein Fruchtmix, bei dem Heidelbeeren im Vordergrund stehen – es schwingen auch Töne vom Granatapfel und etwas anderes mit, dass ich nicht deuten kann – wird wohl die Acaibeere sein.
Leckcheck: Ein rund und voll schmeckender, fruchtig-süßer Fruchtmix, den ich nicht genauer zerlegen kann, ebenfalls deutlich zu spüren ist die beigemischte Frische.
Geschmack: Beim Dampfen stehen die spritzig-fruchtigen Aromen des Granatapfels vorn, fast gleichauf mit dem gut getroffenen Aroma reifer Heidelbeeren. Eher beim Ausatmen nehme ich diese Acaibeere wahr. Der Geschmack ist nicht leicht zu beschreiben – vielleicht in Richtung „erdig-süßlich“ – das trifft es wohl am ehesten. Er rundet das Gesamtkonstrukt jedenfalls gekonnt wohltuend ab und fügt interessante Geschmacksnuancen hinzu. Die sinnig eingebrachte Frische wirkt unaufdringlich, zurückhaltend und gibt diesem Liquid einen angenehmen, nicht übertrieben starken Frische-Kick.


JUMILLA: steht für die Balance. In Würfel geschnittene Pitaya treffen in einem Meer aus schwarzem Cylontee auf Holunderbeeren und hauchdünn geschnittene Limettenscheiben.
Geruch: Es ist ein Mix aus Tee-Aromen, leicht herben Noten, gemischt mit fruchtigen Aromen und einer feinen Zitrusspur – genauer kann ich’s nicht beschreiben …
Leckcheck: Tee und Limette schmecke ich recht deutlich und fast gleichauf. Der Rest bildet sich aus fruchtig-süßen Aromen, die ich nicht genau trennen kann. Es schmeckt allerdings weich und rund. Auch hier nehme ich eine fein dosierte Frische-Note wahr.
Geschmack: Der Dampf bringt den Geschmack eines leicht herb-malzigen, frischen, nicht zu dominanten  Ceylon Tees. Fast gleichauf mischen sich die typischen Aromen der roten Drachenfrucht ( Pitaya ) mit den Tee-Aromen und bilden ein ausgewogenes Ganzes. Geschmacklich liegt die Pitaya irgendwo zwischen Kiwi, Stachelbeere, Birne und Erdbeere – es ist nicht ganz leicht den Geschmack zu beschreiben, der jetzt den gesamten Mundraum wohlschmeckend und lange Zeit ausfüllt.  Die beim Leckcheck wahrzunehmende Coolada-Note spüre ich jetzt nur noch sehr unterschwellig – sie passt aber gut in dieses Aromenkonstrukt. Beim Ausatmen schmecke ich feine sehr zurückhaltend-säuerliche Zitrus-Noten – sie wirken hier als abrundendes Element . Sehr schön!


Fazit: Das waren nun drei der insgesamt sechs Infusion-Longfills – es sind durch die Bank hervorragende Geschmackskreationen. Die Produktbeschreibung dieser nicht alltäglichen Testkandidaten liest sich wie die Speisekarte eines Sterne-Restaurants – das hat Stil und passt zu diesen etwas extravaganten Liquids. Sie schmecken sehr fein ausbalanciert, unaufdringlich und besonders. Und sie lassen sich nicht so leicht in eine der bekannten Schubladen packen – das war wohl eines der zu erreichenden Ziele des Teams von Infusion – ist ihnen gut gelungen. Chapeau!
„Alldaytauglich“? Ganz sicher! Diese vielschichtigen, fassettenreichen Geschmacksvariationen bieten lange besondere Geschmackserlebnisse. Am Markt erschienen sind sie erst vor kurzer Zeit und sie erweitern langsam ihre Kreise …
Bezugsquelle: Infusion